• Halbzeit für Lille Ø: Henri und Susanna auf der anderen Seite der Welt

    In den frühen Morgenstunden des 3. September passierte Lille Ø den Längengrad 166° 48′ 24″ West. Auf unserem Breitengrad liegt dieser Punkt im Naturschutzgebiet Marae Moana der Cookinseln.

    Dieser Längengrad ist von großer Bedeutung: Unser Heimathafen SC Gothia liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten (längenmäßig gesehen). Wir haben kein Interesse daran, die „Furious Fifties“ des Südlichen Ozeans zu erkunden. Das bedeutet, wir haben die Hälfte unserer Reise geschafft. Jede weitere Seemeile bringt uns nun näher an unser Zuhause heran.

    Wir haben das mit Lakritz gefeiert und werden uns nach unserer Ankunft in Niue, hoffentlich am Freitag, ein wohlverdientes deutsches Anglerbier gönnen.

    Grüße von der anderen Seite der Welt

    Henri und Susanna

    Blick über das Vordeck der Lille Ø auf tiefblaue Pazifikwellen, gesetztes Vorsegel und deutsche Flagge unter Passatwolken
    Henri und Susanna in Rettungswesten im Cockpit der Lille Ø unter dem Sprayhood, im Hintergrund das Plotterdisplay
  • Berliner Meisterschaft der Nordischen Folkeboote im SC Gothia

    Am vergangenen Wochenende richteten wir mit der Berliner Meisterschaft der Nordischen Folkeboote unsere dritte von vier Meisterschaften in dieser Saison aus.

    Bereits am Freitag waren 19 Boote, darunter auch ein aus Dänemark angereistes Team, bereit, auf der Großen Breite um den Titel zu segeln.

    Trotz prognostizierter 10 Knoten Wind hieß es jedoch erstmal: Warten. Die Unterhavel war spiegelblank und auch der Wannsee machte zur geplanten Startzeit keinen besseren Eindruck.

    Glücklicherweise setzte der Wind dann doch bald ein, und nach einigen Startversuchen, die in allgemeinen Zurückrufen endeten, wurden alle drei geplanten Rennen geschafft.

    Das Duell um die Führung lieferten sich hier unsere dänischer Gäste mit der Crew um Andreas Blank, welche am Ende des ersten Tages nur ein Punkt trennte.

    Am Abend ging es weiter um die Wurst, allerdings in einem entspannten Rahmen: Die Klassenvereinigung spendierte Bratwürste, welche den Teilnehmenden, dem Team und auch den vom Training zurückkehrenden Jugendlichen den Segeltag abrundeten.

    Ab Samstag zog der Kurs auf das Regattagebiet Wannsee um. Mit einer Schippe mehr Wind legten wir den Kurs zwischen Schwanenwerder und Kälberwerder. Stets bedacht, den Teilnehmenden die längstmögliche Bahn zu bieten, ohne ortsfremde Segler nahe der Bahnmarken auf Grund zu setzen. Auch ohne Grundberührungen machte sich die Änderung des Wettfahrtgebietes auf der Ergebnisliste erkennbar. Von nun an machten die Teams aus dem VSaW die Rennen unter sich aus. Für das Sportteam stand ebenfalls einiges an Aktion auf dem Programm: Zum Ende der ersten Wettfahrt entschied sich der Wind, stetig weiter nach Süden zu drehen, was uns zum kompletten Umbau der Bahn nach dem ersten Rennen bewegte.

    Das Startschiff und die leeseitigen Bahnmarken wechselten auf die andere Seite des Tonnenstrichs vor den Deutsch Britischen Yacht Club. Nachdem auch der zweite Anker des Gothenhafens ausgebracht war, ertönte der Funkspruch aus Luv: “Gothenhafen für Alu-Budze: Der Wind dreht hier oben zurück.” Die neue alte Windrichtung setzte sich auch durch und erlaubte es uns, den Kurs für den Rest des Tages weitgehend unverändert zu lassen. Inzwischen hatten wir auch den Fahrplan der Wannseefähre verinnerlicht und konnten die Starts so takten, dass das Feld stets eine unbehinderte Startkreuz hatte.

    Das leckere Burgerbuffet unserer Gastronomie schenkt allen die benötigten Kräfte für den letzten Wettfahrttag.

    Am Sonntag Kaiserwetter: Die Sonne strahlt immer wieder zwischen fluffigen Wolken hervor und auf dem Wasser zieren Schaumkronen das Wettfahrtgebiet. Windstärke 5 steckt die erfahrene Folkebootklasse gut weg. Zwei schnelle und spannende Rennen runden die Meisterschaft ab. Mit 6 ersten Plätzen aus 8 Rennen geht der Meistertitel eindeutig und eindrucksvoll an das Team Andreas Blank, Svenja Loerke & Alexander Loerke.

    Ebenfalls viel Anerkennung hat auch der SC Gothia von den Teilnehmenden erfahren. Viele Daumen auf dem Wasser und an Land, sind ein willkommener Lohn für die Arbeit, die in so einer Veranstaltung steckt. Auch ich bedanke mich noch einmal herzlich bei allen Helferinnen und Helfern!

    Thilo

    PS: Das Album mit den Gesammelten Fotos der Regatta findet ihr hier.

  • Kokosnuss-Cup 2026: Landspiele, Starkwind und stolze Optikinder

    Am vergangenen Wochenende fand im Berliner Yacht Club der Kokosnuss-Cup statt.

    3 Kinder aus meiner Trainingsgruppe und ein Junge aus Tegel, den ich mitbetreute, gingen an den Start. Leider war an diesem Wochenende sehr viel Wind, sodass am Samstag nur die für den Kokosnuss Cup berühmten Landspiele stattfanden. Die Kinder mussten auf Zeit um eine Boje herumpaddeln, einen Parcours im Wasser durchlaufen und an einem Seil hochklettern. Es war ein großer Spaß für die Kinder, die alle drei Spiele meisterten. Die Wettervorhersage für Sonntag versprach genauso viel Wind wie am Samstag, jedoch konnten wir uns neben dem Strandbad Wannsee etwas in der Abdeckung verstecken. Die Gruppe aus 29 Opti C’s konnte dort zwei entspannte Wettfahrten segeln. Zuvor war es allerdings ein Kampf für die Kinder aus dem Hafen zu kommen, da dort der Wind mit seiner geballten Power draufstand. Ich entschied mich ein Opti an Land zu lassen und ein weiteres Kind aus der Trainingsgruppe hatte schon am Morgen mit Übelkeit und Bauchschmerzen zu kämpfen, sodass am Sonntag nur zwei meiner Kinder an den Start gingen. Diese beiden hatten sehr viel Spaß, haben sich sehr gut geschlagen und vor allem Erfahrung gesammelt. Auf dem Motorboot wurde ich stark unterstützt von unserem neuen Opti-Trainer Max und dem Papa von Levi, sodass ich mich nicht allzu doll anstrengen musste 😉

    Am Ende des Tages erreichte Anthony den 29. Platz, Jonathan wurde 25ter, Emil (aus Tegel) erkämpfte sich Platz 21 und Levi war sehr stolz auf seinen Platz 16.

    Die nächste Regatta für die vier wird am 12.09. im Spandauer Yacht Club stattfinden. Dort werden wir noch mal zeigen, was wir können, drückt uns aber trotzdem die Daumen für etwas weniger Wind.

    Liebe Grüße

    Maria und Max

  • Ernstel-Cup: 3. Clubregatta mit Hafenrennen und schwimmendem Sieger

    Zwei Helfer der Wettfahrtleitung halten auf der Terrasse des SC Gothia eine beschriebene Ergebnistafel und eine orangefarbene Flagge hoch, dahinter der Hafen

    Am Sonntag fand unsere 3. Clubregatta, der Ernstel-Cup, statt. Leider ließ uns der Wind etwas im Stich, sodass wir anstatt drei kurze Wettfahrten nur ein halbwegs vernünftiges Rennen segeln konnten. Spontan veränderten wir das 2. Rennen in ein Hafenrennen. Ziel des Rennens war es, so schnell wie möglich in den Hafen zusegeln und sich bei Tom zu melden der an Land geblieben war. Regeln wurden nicht festgesetzt, sodass sich das Team der Blahaj, Bernhard Kern und Jens, mehr Chancen ausrechneten, wenn einer die Strecke schwimmend zurücklegen würde. Jens schwamm also die knapp 1,5 km vom SVUH bis zum Gothia und erreichte das Ziel als Erstes. Für diese besondere Leistung gab es am Ende einen Sonderpreis. Sieger over all und damit auch Sieger des Ernstel-Cup wurde das Geschwisterpaar Nele und Nils mit unserer Club Dyas Billie. Den zweiten Platz belegten Micha und Thilo mit dem Star. Den dritten Platz erreichte Jürgen Koch mit dem Club Laser. Hier möchte ich mich noch einmal entschuldigen, da ich bei der Siegerehrung fälschlicherweise die Juno an dritter Position ausrief, die allerdings den hervorragenden 4. Platz mit Mieze am Steuer und Peter Schaum, Daniel, Sonya und Oliver Hitz-Vitek als Crew ersegelte. Mit Bratwürstchen und kühlen Getränken beendeten wir die 3. Clubregatta auf der Terrasse unseres Segelvereins.

    Siegerehrung des Ernstel-Cups: zwei Seglerinnen und Segler halten unter einem Sonnenschirm gemeinsam den hölzernen Wanderpreis mit Messingglocke

    Am 20. September findet dann die letzte, 4. Clubregatta, statt. Das Sportteam freut sich auch da über zahlreiche Meldungen. Bis dahin habt ihr die Möglichkeit mit unseren verschiedenen Club-Booten zu trainieren 😉

    Ich danke meinen treuen Helfern auf dem Startschiff, Karin und Akki und den Bratwürstchenwendern Bernhard und Tom.

    Herzliche Grüße
    Maria

  • IDJM der Teenys: eine Woche Zeltstadt und Meisterschaft bei Gothia und PSB 24

    nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft: Nachdem der Sport eine rundum gelungene Berliner Meisterschaft ausgerichtet hatte, ging es für uns schon direkt weiter zur vereinsübergreifenden Ausrichtung der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der Teenys. Wir haben uns hierfür nicht beworben, sondern sind in der Not gemeinsam mit dem PSB 24 kurzfristig eingesprungen. Da ist es doch gut, wenn die Geschäftsführung und der Vorstand der Teeny KV teils aus dem Gothia (Sabrina Rahn), teils aus dem PSB (Paul Naber) kommen.

    Knapp drei Monate hatten wir also Zeit, um ein Budget zu planen, Sponsoren zu gewinnen, Ausschreibung, Jury, Wettfahrtleitung, Begleitboote, Trailerunterbringung, Zeltplatz, Gastronomie, Tombola und sogar einen Ausflug ins Olympiastadion zu organisieren. Hierfür haben sich einige Mitglieder ganz außerordentlich engagiert. Darunter Karin Suckow, die wirklich alles getan hat, damit diese Meisterschaft ein Erfolg wird, jeden Tag da war, immer ansprechbar und den Überblick behalten hat. Maria Arlt, die zusätzlich zu ihrer Trainerinnenrolle im Hintergrund organisiert hat, Einkäufe übernommen hat und vieles mehr. Gaby Städler, die für beide Vereine die Finanzplanung und Buchhaltung übernommen und uns dadurch die Basis für eine stabile Organisation gegeben hat. Michael Kramer, der im April – als auf Messers Schneide stand, ob wir das Ganze wuppen können – sofort zugesagt hat, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Bernhard Hermann, der jeden Tag mit dem Großen Gothenhafen den Chauffeur für die Wettfahrtleitung gegeben hat. Andi Gaede und Christian Holland als Grillmeister. Maria Vitek, David Heuer, Susanne und Sören Kirchesch, Sabrina Rahn und Matthias Dachs, die ebenfalls jeden Tag da waren, Brötchen geschmiert, Checkin/Checkout der Kinder organisiert und einfach viel mitgeholfen haben. Es sind noch viele weitere gewesen, die wie selbstverständlich geholfen haben. Vielen Dank, ohne euch wäre das nicht möglich gewesen!

    26 Boote sind an den Start gegangen. Es gab von Flaute bis Zwergenfliegen so ziemlich jedes Windverhältnis. Jury und Wettfahrtleitung haben einen tollen Job gemacht, insbesondere die Jury hatte ziemlich viel zu tun – die Kids haben in dieser Woche viel zu Protestverhandlungen dazugelernt. Unser Grundstück wurde in eine lebendige Camper- und Zeltstadt verwandelt, inklusive Rallystrecke für selbstgebaute Bobbycarmotoren. Es war einfach schön mit anzusehen, wie unser Verein durch eine solche Veranstaltung aufblüht. Die Veranstaltung wurde von allen Seiten (Kinder, Eltern, Trainer, WL, Jury, Politik) ausdrücklich gelobt.

    Ganz besonderer Dank gilt unseren Partnern vom PSB 24. Die haben Unmögliches möglich gemacht, insbesondere Laura, Paul, Beate und Michael. Die Organisation und Durchführung der Meisterschaft mit dem PSB zusammen hat uns viel Freude bereitet, wir möchten diese fruchtbare Zusammenarbeit vertiefen und solche Events unbedingt wiederholen! Wir werden demnächst gemeinsam mit dem PSB auf deren Grundstück ein Dankesgrillen für alle Helfer veranstalten.

    Liebe Grüße

    Joni

  • Travemünder Woche: Platz 14 beim Goldpokal der Nordischen Folkeboote

    Die Nordischen Folkeboote waren mit ihrem Goldpokal in die letzte Woche gerutscht und hatten gute Bedingungen auf Bahn Alpha in der Neustädter Bucht.

    Alles was in Europa Rang und Namen hatte war am Start ( 39 Gestartete ) und gewonnen hat diesmal kein Däne , sondern Ulf Kipke vom Kieler YC. Bei 8 Wettfahrten segelten er und seine Crew die konstanteste Serie.

    Unsere Serie war nicht ganz so konstant , aber mit einem 4. u. 8. in der Wertung wurden wir , Stephan Feldhaus , Martin Zenker ( CKA ) und ich , Gesamt 14.

    Damit waren wir nicht ganz unzufrieden und bekamen sogar noch einen kleinen Preis.

    Erwähnt sei noch , dass wir in dieser einen Woche noch weitere Gothen u. Gothinnen trafen ua Karin, Malte u. Heiko , und nach unserem Abschluss noch die X-79 Crew mit Alexander, Heiko, Christian u. Peter beim abendlichen Fischbrötchen. Uli Stark lief mir am nächsten Tag in einer Seitenstraße über den Weg. Schöne Begegnungen.

    Nun liegt Travemünde schon einige Seemeilen hinter mir und zZ sind mein Folke und ich in Skare an der Schwedischen Südküste. Über Bornholm und Rügen soll es dann nach Stettin gesegelt werden.

    Stefan Klabunde

    PS Allen anderen auf Tour die gewisse handbreit Wasser unter dem Kiel.

    Nordisches Folkeboot GER 730 unter vollen Segeln bei leichtem Wind, drei Crewmitglieder an Bord, weitere Segelboote am Horizont
  • Rückblick: Erste Berliner Meisterschaft der J/24 bei Gothia

    Am vergangenen Wochenende richteten wir die erste Berliner Meisterschaft der J/24-Klasse bei uns auf der Havel aus – und blicken auf ein rundum gelungenes Regattawochenende zurück. Insgesamt 13 Crews gingen an den Start, worüber wir uns sehr gefreut haben. Ein besonderer Dank gilt den vier Teams, die den Weg aus Hamburg zu uns an die Havel gefunden haben. Aus den eigenen Reihen des Segler-Clubs Gothia waren wir stolz mit gleich drei Booten vertreten: Neben der neu getauften High Jinx gingen auch die J-Walking und Vereinsboot Juno an den Start.

    Der Stimmungs-Auftakt erfolgte bereits am Freitagabend: Mit der Bootstaufe der High Jinx, dem neuen Boot von Familie Vitek, starteten Seglerinnen, Segler und das Organisationsteam gemeinsam in das Wochenende.

    Der Samstag lieferte dann hervorragende Segelbedingungen: Trockenes Wetter, angenehme Temperaturen und ein mehr oder weniger stetiger Westwind – garniert mit den typischen Berliner Drehern – forderten die Crews heraus. Dank der guten Bedingungen konnten wir am Samstag zügig vier Wettfahrten über die Bühne bringen. Damit war die Berliner Meisterschaft bereits am ersten Tag „im Sack“. Anschließend war das Burger-Buffet schnell verputzt und der Abend für die meisten Crews nicht allzu lang – für die meisten 😉

    Am Sonntag ging es bei etwas weniger Wind somit direkt um die finalen Platzierungen. In zwei weiteren Läufen wurde noch einmal um jeden Meter gekämpft, sodass wir am Ende des Wochenendes stolz auf insgesamt sechs gesegelte Wettfahrten blicken können.

    Sportlich setzte sich am Ende die Crew der VITESSE mit Manfred König (Hamburger Segel-Club) durch und sicherte sich den Titel des Berliner Meisters. Denkbar knapp dahinter folgte Peter Langhans auf der Oste Strolch (ebenfalls HSC) auf dem zweiten Rang. Den fantastischen 3. Platz auf dem Treppchen sicherte sich die Gothia-Crew um Julia Marlena Vitek auf der frisch getauften High Jinx!

    Auch für uns als Wettfahrtleitung war es ein fantastisches Wochenende mit einer Menge Spaß auf dem Wasser. Von Bahnänderungen bis hin zum Start unter Black Flag und einer Protestverhandlung durften wir das gesamte Repertoire der Regattaorganisation abrufen. Die Stimmung war sowohl auf den Bahnen als auch im Hafen hervorragend, und wir würden uns sehr freuen, die J/24-Klasse im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen!

    Ein herzliches Dankeschön geht an das gesamte Team an Land und auf dem Wasser für die großartige Unterstützung – ohne euch wäre so ein reibungsloser Ablauf nicht möglich gewesen.

    Wir gratulieren allen Seglerinnen und Seglern herzlich zu ihren Platzierungen! Alle Ergebnisse findet ihr unter Berlin24-Cup Berliner Meisterschaft J/24 manage2sail.

    Herzliche Grüße

    Susann Bollmann für das Sportteam